[Wirtschaft] Preisschock 2026 - Wirtschaftliche Konsequenzen & Möglichkeiten

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[Economics] Price Shock 2026 - Economic Consequences & Options

Infolge mehrerer Krisen im mittleren Osten droht ein erneuter Preisschock. Der Verlauf der Energie-Krise von 2021-2023 zeigt wie sich Energiepreise in den Preisindex und die Inflationsrate umwälzen und zu einer Verringerung der Nachfrage führen. Außerdem ist ersichtlich wie unterschiedlich Länder mit Haushaltsdefiziten reagiert haben und wie dieser Erolg von den Haushaltsdefiziten abhängt. Im folgenden sollen volkswirtschaftlichen Konsequenzen für und die Möglichkeiten der energieimportierenden Länder betrachtet werden.

Die Straße von Hormus ist seit Februar 2026 und die Meeresstraße Bab el-Mandeb ist seit September 2026 nicht mehr frei befahrbar und Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline ist ebenfalls seit September 2026 abgeschaltet. China hat zwar infolge der Ereignisse die eigenen Ölimporte reduziert und damit den Druck auf Preiserhöhungen reduziert. Es ist jedoch nicht klar wie lange China dieses Vorgehen durchhalten kann und will. Insgesamt ergibt sich eine angespannte Situation ohne ersichtlichen Ausweg. [4] [5] [6] [7] [8] [9]

Diese Lage ist aus zwei Gründen bedenklich. Erdöl und Erdgas werden nicht nur als Energieträger sondern sind auch Rohstoff für weitere Waren verwendet. Erdöl und Erdgas werden im wesentlichen international gehandelt. Die energieimportierenden Länder können nicht einfach den Preis für Energieimportie diktieren und auch nicht unmittelbar Energieimportie ersetzen. Heizanlangen und Motoren können nicht einfach mit anderen Brennstoff betrieben werden. Man spricht hier auch von Substitutionselastizität. Die energieimportierenden Länder können aber in ihre Volkswirtschaften unterstützend aber auch schädigend eingreifen.

Einfluss von Energiepreisen und Leitzins auf die Inflationsrate

Änderungen der Energiepreise wälzen sich unweigerlich auf die Preise für alle anderen Waren und Dienstleistungen um. Für alles wird Energie gebraucht und folglich sind Energiepreise in allen eingepreist. Diese Dynamik kann anhand der Energie-Krise von 2021-2023 betrachtet werden. Sowohl in den USA als auch in Euro-Mitgliedsstaaten haben höhere Energiepreise zu höheren Preisen geführt.
Hierbei ist jedoch zwischen dem Preisindex und der Veränderung des Preisindex also der Inflationsrate zu unterscheiden. Zwar ist Inflationsrate genauso schnell angestiegen wie sie auch wieder zurückgegangen ist. Der Preisindex ist folglich angestiegen aber nicht zurückgegangen. Beziehungsweise die Preise sind einmalich gestiegen.

[1, ZCPIN] [2] [3]

Die gängige Reaktion auf eine gestiegene Inflationsrate ist es den Leitzins zu erhöhen. Wenn der Leitzins steigt werden Kredite teurer und folglich die Nachfrage nach Investitionen sowie folglich Arbeit geringer. Und eine geringere Nachfrage nach Arbeit verschlechtert die Situation von Arbeitnehmern und Gewerkschaften bei Lohnverhandlungen. Dies nimmt wiederum Druck von den Preisen.
Auch während der Energie-Krise von 2021-2023 wurde dies getan. Dies ist ein Ergebnis davon das einerseits ein kurzfristiger Preisschock mit einer langfristigen Inflation verwechselt wurde und da Zentralbanken weiterhin versuchen Inflation mit dem Leitzins zu kontrollieren. Ein solches Verhalten ist jedoch zwecklos gegen einen Preisschock, da höhere Leitzinsen importierte Rohstoffe nicht günstiger machen können. Und zusätzlich sabotieren höhere Leitzinsen eine Volkswirtschaft bei einen Preisschock durch eine zusätzliche Belastung.

Auswirkungen auf den Außenhandel und die Nachfrage

Für energieimportierenden Länder hat ein solcher Energiepreisschock die unmittelbare Folge dass die Preise für Importe steigen. Für die Volkswirtschaften bedeutet dies dass mehr für Energieimporte ausgegeben wird und weniger für andere Waren und Dienstleistungen zur Verfügung steht. Der materielle Wohlstand der betreffenden Volkswirtschaften sinkt folglich.
Wenn allerdings die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen sinkt dann sinkt auch die Nachfrage nach Arbeit. Ohne Gegenmaßnahmen erleben die betroffenen Volkswirtschaften folglich eine höhere Arbeitslosigkeit und möglicherweise auch eine Rezession.

[1, UVGD , UXGS , UMGS]

Diese Dynamik kann auch für die Energie-Krise von 2021-2023 beobachtet werden. Infolge der Preissteigerungen für Energieimporte haben sich sind die Importe der betroffenen Volkswirtschaften nominal erhöht.

Nachfrage infolge eines Preisschocks und Konjunkturpakets

Wenn der Staat über Einnahmen macht entzieht er der Volkswirtschaft Nachfrage und wenn der Staat Ausgaben macht dann führte er der Volkswirtschaft Nachfrage hinzu. Die Ausgaben des einen sind immer die Einnahmen von jemand anderes und umgekehrt. Folglich schafft ein Haushaltsdefizit Nachfrage und ein Haushaltsüberschuss entzieht Nachfrage. Insolvenz kann ein Staat trotzdem nicht, da der Staat das Währungsmonopol hat indem er bestimmt was gesetzliches Zahlungsmittel ist und worin Steuern zu begleichen sind. Der Staat muss im wesentlichen darauf achten dass die eigene Nachfrage nicht die Kapazitäten der Volkswirtschaft übersteigen.

Die Verringerung der Nachfrage infolge der Energie-Krise von 2021-2023 und die Folgen der Maßnahmen in der Pandemie können nicht ohne weiteres unterschieden werden. Beides überschneidet sich zeitlich. Es kann jedoch beobachtet werden dass die Länder Haushaltsdefizite im unterschiedlichen Ausmaß und unterschiedliches Wirtschaftswachstum haben.
So zeichnet sich Deutschland durch besonders geringe Haushaltsdefizite und eine gleichzeitige Rezession aus. Am anderen Ende befinden sich die USA mit besonders hohen Haushaltsdefiziten und dem größten Wirtschaftswachstum aus. Aber selbst Italien und Frankreich, also genauso Euro-Mitgliedsstaaten wie Deutschland, haben größere Haushaltsdefizite und gleichzeitig größeres Wirtschaftswachstum als Deutschland.

Die energieimportierenden Länder können zwar Energiepreise nicht verringern. Die Auswirkungen in Form von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum können aber sehr wohl vom Staat beeinflußt werden. Nachweislich können Volkswirtschaften also auch trotz der Energie-Krise von 2021-2023 wachsen. Schließlich war nicht nur Deutschland von diesem Preisschock betroffen. Es gibt kein: Entweder sinken die Kosten für Energieimporte oder die Rezession Deutschlands dauert unweigerlich an.
Deutschland nutzt das Mittel der Nachfragepolitik aber immernoch viel zu wenig. Deutschland hält sich selbst zurück und wird nicht alleine die gestiegenen Kosten für Energieimporte zurückgehalten.

[1, OVGD , UBLGE]

Ein wenn auch Beispiel für eine Deutschland hat in 2026 bereits eine Subvention der Kraftstoffe beschlossen, der Tankrabatt. Die mittlerweile ausgelaufene Subvention hat den Preis für Kraftstoffe durch Steuerersenkungen verringert. Gemäß dem ifo Zentrum für Finanzwissenschaft wurden durchschnittlich 12 Cent je Liter bei Diesel und 16 bei Super E5 und 15 Cent je Liter bei Super E10 Kraftstoff weitergegeben. Der Staat hat durch geringere Einnahmen ein Haushaltsdefizit gemacht und damit für mehr Kaufkraft und mehr Nachfrage gesorgt.
Eine zusätzliche Übergewinnsteuer, also eine Steuer auf überdurchschnittliche Gewinne, wäre zweckmäßig gewesen. Auf diese Weise wären die Haushaltsdefizite mehr in tatsächliche Ausgaben und weniger in Ersparnisse für Unternehmen gelandet. [10]

Fazit

Der sich aktuell entwickelnde Energiepreisschock wird sehr wahrscheinlich zu einem Anstieg des Preisindex und einem zeitweisen Anstieg der Inflationsrate führen. Die energieimportierenden Länder werden Nachfrage einbüßen. Kurzfristig können mit einem Konjunkturopaket die Konsequenzen von einem Preisschock abgemildert werden. Ein höherer Leitzins dagegen kann Energiepreise dagegen nicht aufhalten. Langfristig stellt sich unweigerlich die Frage wie lange und wie sehr Volkswirtschaften von Erdöl abhängig sein wollen und können.

Vorschau:

Src:
[1] AMECO database
https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-research-and-databases/economic-databases/ameco-database_en
[2] Euro Area Interest Rate (%)
https://tradingeconomics.com/euro-area/interest-rate
[3] United States Fed Funds Interest Rate (%)
https://tradingeconomics.com/united-states/interest-rate
[4] Eskalation in Nahost - Straße von Hormus – Nadelöhr des weltweiten Ölhandels 2026-03-01
https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-strasse-von-hormus-gesperrt-was-sie-ueber-das-nadeloehr-des-oelhandels-wissen-muessen-a-b832f88f-c40a-4bf2-a045-002869413e58
[5] Houthis Near Full Control Of Bab el-Mandeb As Red Sea Shipping Crisis Deepens 2026-09-16
https://vinnews.com/2026/09/16/houthis-near-full-control-of-bab-el-mandeb-as-red-sea-shipping-crisis-deepens/
[6] Bab Al Mandeb ship traffic plunges as Houthi threat grows 2026-09-11
https://www.logisticsmiddleeast.com/news/bab-al-mandeb-ship-traffic-plunges-as-houthi-threat-grows
[7] Nach Drohnenangriffen - Saudi-Arabien schaltet wichtige Öl-Pipeline ab 2026-09-12
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/saudi-arabien-stellt-betrieb-von-oelpipeline-ein-100.html
[8] What the closure of Saudi Arabia’s East-West pipeline could mean for oil flows 2026-09-14
https://apnews.com/article/saudi-pipeline-oil-iran-war-efa431e2fa771e34880c8453c62ffb92
[9] China Crude Oil Imports
https://tradingeconomics.com/china/crude-oil-imports
[10] Entlastung an der Zapfsäule: Ifo-Studie: Wem der Tankrabatt wirklich nützt
https://www.zdfheute.de/wirtschaft/tankrabatt-oelkonzerne-wirkung-100.html

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